Medienfonds von real21 fördert acht Auslandsreportagen

Leihmutterschaft und Menschenhandel in Europa, künstliche Intelligenz und Waldschutz in Indonesien, die humanitäre Krise im Sudan: Diese und weitere in den Medien vernachlässigte Themen werden in den von «real21» für 2025 finanzierten Recherche- und Reportage-Projekten behandelt. Die nächste Ausschreibung läuft bis Ende März 2026.

Ende Jahr hat die unabhängige Fachjury des Vereins «real21 – Die Welt verstehen» entschieden, acht Projekte mit Beträgen zwischen CHF 2’000 und CHF 5’000 zu unterstützen. Die geförderten Projekte sind für Publikationen in folgenden Medien vorgesehen: Annabelle, Beobachter, NZZ am Sonntag, Republik und WOZ. Insgesamt wurden bei zwei Ausschreibungen im Frühling und Herbst 2025 16 Projekte mit 50'000 Franken unterstützt.

Die meisten Reportagen befassen sich mit Themen und Regionen, die selten im medialen Fokus stehen. Die Medienaufmerksamkeit für bereits wenig beachtete Länder ist weiter gesunken, wie dies eine neue Analyse des fög –Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich kürzlich gezeigt hat. Zwar berichten einzelne Medien unterschiedlich stark über das Ausland und Qualitätsmedien widmen sich diesen Themen tendenziell häufiger. Dennoch erschweren schwindende Ressourcen zunehmend die Finanzierung eigener Auslandrecherchen, insbesondere für Themen abseits politischer Krisen.  Umso wichtiger sind unabhängige Förderungsangebote wie der Medienfonds von real21, die vernachlässigte Themen und Kooperationen zwischen Schweizer und ausländischen Medienschaffenden gezielt unterstützt.

Über den Medienfonds und den Verein «real21 – die Welt verstehen»

Der Verein «real21 – die Welt verstehen» wurde 2015 gegründet vom MAZ. Institut für Journalismus und Kommunikation sowie Alliance Sud, Schweizer Kompetenzzentrum für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklungspolitik. Mit dem Medienfonds unterstützt real21 Journalistinnen und Journalisten, die vor Ort hinter die Schlagzeilen blicken und in Deutschschweizer Medien über Themen globaler Entwicklung berichten. In den letzten zehn Jahren wurden rund 120 Reportagen finanziell unterstützt, die ohne real21 vermutlich nicht zustande gekommen wären, weil die Kosten für die Redaktionen zu hoch gewesen wären.

Der Fonds leistet finanzielle Beiträge bis maximal CHF 10’000 zur Deckung von Recherche- und Reisekosten. Eine unabhängige Fachjury entscheidet über die Vergabe der Mittel, die unter anderem von den Stiftungen Volkart, Temperatio und Vontobel bereitgestellt wurden. Bereits veröffentlichte Projekte können auf unserer Website abgerufen werden. Die nächste Ausschreibung läuft bis zum 31. März 2026. Hier geht es zu den Antragsformularen: https://www.real21.ch/antragsformulare

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Marco Fähndrich, Präsident Jury Medienfonds real21
und Kommunikationsverantwortlicher Alliance Sud 

Telefon: 079 374 59 73, E-Mail: marco.faehndrich@alliancesud.ch

 

Martina Fehr, Präsidentin real21 und CEO MAZ

Telefon: 041 226 33 33, E-Mail: martina.fehr@maz.ch

 

DIE FORSCHUNGSRESULTATE IM DETAIL
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Geschrumpfte Welt in der Auslandsberichterstattung