real21 unterstützt acht Auslandsreportagen jenseits der Schlagzeilen
Syriens Energiesektor und die Rolle Europas, neue Ansätze beim Kampf gegen Malaria in Tansania und irreguläre Kinderadoptionen in Peru: Diese und weitere Themen werden vom Medienfonds von real21 nach der ersten Ausschreibung im Jahr 2026 unterstützt. Die Jury ist beeindruck von der Qualität der Reportagen und freut sich darüber, dass sie zunehmend in Zusammenarbeit mit lokalen Medienschaffenden umgesetzt werden.
Zerstörte Wohnblocks und eine beschädigte Moschee in Syrien. (Bild: Mahmoud Sulaiman)
Mitte April hat die unabhängige Fachjury des Vereins «real21 – Die Welt verstehen» entschieden, acht Projekte mit Beträgen zwischen CHF 2’000 und CHF 4’000 zu unterstützen. Die geförderten Projekte sind für Publikationen in folgenden Medien vorgesehen: Beobachter, Das Magazin, NZZ am Sonntag, Republik, Surprise und WOZ.
Die meisten Reportagen befassen sich mit Themen und Regionen, die selten im medialen Fokus stehen. «Die Zunahme an qualitativ hochstehenden Bewerbungen zeigt, dass es in den Schweizer Medien nicht an Ideen und Interesse mangelt für eine Auslandsberichterstattung jenseits der Schlagzeilen», sagt Martina Fehr, CEO des MAZ und Mitglied der Medienfonds-Jury von real21.
Marco Fähndrich, Kommunikationsverantwortlicher von Alliance Sud und Präsident der Jury, fügt hinzu: «Gerade in Zeiten, in denen Kriege und Katastrophen immer mehr die Auslandsberichterstattung dominieren, ist es wichtig, dass die Journalist:innen sich vor Ort ein Bild machen und auch andere Geschichten zu Wort kommen lassen. Es freut uns sehr, dass immer öfters auch Kooperationen mit lokalen Medienschaffenden die Reportagen bereichern».
Über den Medienfonds und den Verein «real21 – die Welt verstehen»
Der Verein «real21 – die Welt verstehen» wurde 2015 gegründet vom MAZ. Institut für Journalismus und Kommunikation sowie Alliance Sud, Schweizer Kompetenzzentrum für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklungspolitik. Mit dem Medienfonds unterstützt real21 Journalistinnen und Journalisten, die vor Ort hinter die Schlagzeilen blicken und in Deutschschweizer Medien über Themen globaler Entwicklung berichten.
Der Fonds leistet im Jahr 2026 finanzielle Beiträge von insgesamt maximal CHF 50’000 zur Deckung von Recherche- und Reisekosten. Eine unabhängige Fachjury entscheidet über die Vergabe der Mittel, die unter anderem von den Stiftungen Volkart, Temperatio und Vontobel bereitgestellt wurden. Bereits veröffentlichte Projekte können auf unserer Website abgerufen werden. Die nächste Ausschreibung läuft im Herbst 2026. Hier geht es zu den Antragsformularen: https://www.real21.ch/antragsformulare
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Marco Fähndrich, Präsident Jury Medienfonds real21
und Kommunikationsverantwortlicher Alliance Sud
Telefon: 079 374 59 73, E-Mail: marco.faehndrich@alliancesud.ch
Martina Fehr, Präsidentin real21 und CEO MAZ
Telefon: 041 226 33 33, E-Mail: martina.fehr@maz.ch