Reportagen aus Bangladesch und Südafrika mit Medienpreisen ausgezeichnet

Donnerstag, 31. Oktober, 2019 | Medienpreis Mitteilungen

Die beiden Journalisten Markus Spörndli und Michael Schilliger sind an der vierten Verleihung des real21-Medienpreises mit dem Haupt- und Förderpreis ausgezeichnet worden. Der Medienpreis von real21 prämiert jährlich herausragende journalistische Arbeiten zu Themen der globalen Entwicklung.

Der mit 10‘000 Franken dotierte Hauptpreis geht an Markus Spörndli für seine Reportage «Die Eltern auf dem Bildschirm». Er stellt in seiner Reportage über die Entwicklung in Bangladesch, die in der Wochenzeitung WOZ erschienen ist, eine Familiengeschichte in den Mittelpunkt. Das Land steht für ausgebeutete Fabrikarbeiterinnen und dafür, dass die Hälfte seines Gebiets jährlich einmal überschwemmt wird. Doch die Statistiken vermitteln auch ein hoffnungsvolles Bild eines Landes mit einer Geburtenrate von 2.1 pro Frau, einer Lebenserwartung von über 70 Jahren und einer Frauenquote an den Universitäten nahe bei 50 zu 50. Spörndli wirft einen zweiten Blick auf scheinbar Bekanntes und macht verständlich, welch hohen Preis ganze Generationen bezahlt haben und immer noch bezahlen, bis die Statistiken so hoffnungsvoll stimmen konnten, würdigte Jury-Mitglied Hansi Voigt die spannende Reportage.

Michael Schilliger wird mit dem Förderpreis (5‘000 Franken) ausgezeichnet. In seiner Reportage «Wem gehört Südafrika?», die in der Neuen Züricher Zeitung erschienen ist, geht Michael Schilliger 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid der Frage nach: „Wem gehört das Land?“ In seiner fundiert recherchierten Reportage zeigt er, weshalb klare Antworten auf die Landfrage schwer zu bekommen sind. Die Stärke seiner Reportage liegt in seinem emphatischen und vorurteilsfreien Blick auf die Menschen, mit denen er diesem vielschichtigen und geschichtsträchtigen Thema nachgeht, würdigte Jury-Mitglied Christina Stucky die Reportage.
Die Arbeiten der beiden Preisträger, aber auch die von allen Nominierten, sind auf der real21-Website zum Nachlesen zu finden.

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